LUT076 Schulnoten

Im Gespräch mit Bernhard Hemetsberger. Er ist Bildungswissenschaftler und hat ein Buch über die Geschichte der Notengebung in Österreich geschrieben.

Link: Bernhard Hemetsberger, Universität Wien | Buch bei Amazon

Hinweis: Ausschnitte aus diesem Gespräch sind am 3. Oktober 2018 um 15:45 Uhr im ORF Radioprogramm Österreich 1 zu hören: Moment / Leben heute / Wort der Woche “Ziffernnoten”.

LUT071 Alternative Schule

Agnes, Susanne und Clemens erzählen über Ätsch – die “Älteste Tolle Schule”, eine alternative Schule mit Elternbeteiligung in Wien. Es ist eigentlich keine “Schule” sondern eine “Lerngemeinschaft”.

Link: https://www.aetsch-schule.at

LUT035 – Räume aneignen

lut035Wenn die Ressource „Raum“ begrenzt ist, können Konflikte entstehen.

Im Aneignen, im Erleben, im Gestalten, im Zusammenleben.

Sonja Gruber ist Kulturanthropologin.

Sie beschäftigt sich mit der “Aneignung von Räumen”.

Im Gespräch berichtet sie von Partizipationsprozessen, die es den beteiligten Menschen leichter machen, gemeinsame Interessen zusammenzuführen.

Wir sprechen über einen “Mädchengarten“, über Schulräume, über die Gestaltung des Zusammenleben an Plätzen und in öffentlichen Parks.

Gesprächspartnerin: Sonja Gruber, http://www.sonjagruber.at

LUT031 – Zwischen den Kulturen

lut031Besuch im Interkulturellen Zentrum in Wien, bei Tine Gamper.

Wir sprechen über das Gemeinsame und Trennende verschiedener Kulturen und beginnen dabei in Südtirol.

Tine stellt im Gespräch die Arbeit des Interkulturelle Zentrums vor.

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Tine Gamper

Wir “grüßen Gott”, streifen Blasmusik, Berge und Wirtshaus und schauen uns auch das Transkulturalität näher an.

Gesprächspartnerin: Tine Gamper, Interkulturelles Zentrum, Wien.

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LUT028 – Islam und Schule

lut028“Männer interpretieren das heilige Buch.”

Wie erleben junge muslimische Studierende die Diskussionsfreudigkeit im Literaturunterricht der Schule an Themen die sie in ihrem bisherigen Leben noch nicht gekannt haben?

Einige stehen auf, wenn es um kontroversielle Themen geht. Sie stehen auf und verlassen die Klasse. Eine Diskussion findet dann nicht statt.

Selbstmord, Verfluchen, Sexualität: gängige Themen des Literaturunterrichts eines Gymnasiums können in Diskussionen durchaus verweigert werden. Aus religiösen Gründen.

Wie kann dann Bildung funktionieren, Schule?

Welche Rolle hat die Theologie in den Lernlandschaften einer modernen Gesellschaft? Wo sind Gemeinsamkeiten und wo leben junge Menschen innerhalb dieser Gesellschaft in einer eigenen abgeschlossenen Welt?

“Glaube an einen Gott – Gerechtigkeit und Verantwortung. Das sind die drei Säulen des Islam. Der Rest ist eine persönliche Beziehung.” – Ein Gespräch über Islam in der Schule mit dem Wiener Religionspädagogen Ednan Aslan vom Institut für Islamische Religionspädagogik und Islamische Studien der Universität Wien.

Europäischer Islam ist für Prof. Aslan eine Religion, der bestehende Widersprüche klärt. Er erfordert eine differenzierte Betrachtung der heiligen Bücher. Religion kann dann Entlastung sein.

Ein Gespräch zum Thema “Islam und Schule” zu einer Zeit, in der gerade das Islamgesetz in Österreich neu gestaltet wird.

Gesprächspartner: Univ.-Prof. Dr. phil. Ednan Aslan, Universität Wien

Link: http://www.islamische-religionspaedagogik.at/

LUT025 – Die Worte des Moores

lut025Tarsdorf ist eine kleine Innviertler Gemeinde in der Nähe eines Moores.

Die älteren Menschen des Dorfes können sich noch gut an das Torfstechen erinnern, bei dem durch harte Arbeit Brennmaterial für den Winter gewonnen wurde.

Mit dem Mundartdichter Hans Kumpfmüller, und Verwandten, die selbst noch im Moor gearbeitet haben, machten sich die Volksschüler auf die Suche nach den Worten, die beim Torfstechen verwendet wurden.

Es entstanden Geschichten, die durch den Komponisten Rupert Huber vertont wurden – ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem alle Beteiligten zusammenhalfen, die Kinder des Ortes mit dessen Geschichte in Verbindung zu bringen.

Im Anschluss an den Hauptbeitrag gibt es – im Director’s cut – das Gespräch mit dem Komponisten Rupert Huber, der darin mehr erklärt, als nur die kurze Stelle, die im Beitrag vorkommt. Er spricht über sein “dazugehören”, die Brauchtumsschiene am Land und die “Xenophobie des Geistes”.

Links: Rupert Huber | Hans Kumpfmüller | Volksschule Tarsdof

Der Hauptbeitrag dieser Episode wurde am 18. August 2014 im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt.

LUT020 – Konrad Paul Liessmann: Sprache der Bildung (1)

lut020 Fragen, wissen, können. Diese Begriffe sind einfach und verständlich.

Bei “Kompetenzen” wird es schon schwieriger.

Worte sind Ausdruck von dahinterliegenden Konzepten und Menschenbildern.

Die verwendete Sprache kann Bildung fördern, aber auch Kontrollen verstärken, Willkür erhöhen und Potemkinsche Dörfer errichten und pflegen.

Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und Vermittlungsexperte. Er spricht über die Sprache in Verbindung mit Bildung, Ausbildung, Leben und Lernen.

Links zu Konrad Paul Liessmann:

1. Persönliche Homepage
2. Perlentaucher
3. Von Konrad Paul Liessmann erscheint im Herbst 2014 bei Zsolnay das Buch “Geisterstunde. Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift.”

Das Gespräch wurde am 30. April 2014 aufgenommen. Ein Auszug daraus wird im ORF Österreich 1 Programm “Moment Leben Heute” zum Thema “Sprache der Bildung” ausgestrahlt.

LUT019 – Schulmathematik

lut019“Wozu brauche ich das”, ist eigentlich ein Hilferuf im Mathematikunterricht.

Im Gespräch mit dem Mathematik-Didaktiker Stefan Götz.

In der Schulmathematik und Mathematik-Didaktik geht es darum, wie Mathematik von der Universität an die Schulen gebracht wird.

Geometrie, Algebra, Arithmetik, Analysis, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. In der Fachdidaktik gibt es nie einen der Recht hat, denn man auch beschäftigt sich mit vielen Dingen, die es gar nicht gibt.

In der Mathematik gibt es keine Schüttbilder.

Mathematik – ein Thema, das frei von Befindlichkeiten ist. Ob Geraden parallel sind, oder nicht, hängt nicht davon ab, welche politische Anschauung man vertritt.
Gründlichkeit, Genauigkeit und Hartnäckigkeit schaden dabei nicht. Modelle helfen dabei, mit der Wirklichkeit umzugehen.

Ähnlich dem “Jahn’schen Turnen”, das sich mit schrecklichen Felgaufschwüngen zu einem zugänglicheren “Bewegung und Sport” verändert hat, hat sich über die Jahre auch das Fach “Mathematik” in der Schule gewandelt. Alle sollen heute mitmachen können. Mathematik “mit ohne Angst”. Eine “Optimalmathematik” gibt es aber leider nicht.

Lehren hat immer etwas mit Persönlichkeit zu tun. “Mathematik für das Lehramt” zu studieren, bedeutet für Studierende heute die Teilnahme an einem 4-Säulen-Modell:

1) Fachliche Ausbildung
2) Didaktik der Mathematik
3) Allgemeine pädagogische Ausbildung
4) Schulpraxis

Mathematik: Ein Kran, der einen Kran hebt, der einen Kran hebt. (Foto: Liebherr)
Ein Kran, der einen Kran hebt, der einen Kran hebt. Folgen und Reihen. (Foto: Liebherr)

Inhalte: Stefan Götz, Schulmathematik, Hans Christian Reichel, Erfolg, Unterricht, Fehlvorstellungen, erklären, Fehler, sicher fühlen, Jahn’sches Turnen, Lehramtsausbildung, Fachdidaktik, Lineare Algebra, Analysis, Folgen und Reihen, Approximation des Kreisumfangs, Lernpfade, Gründlichkeit, Abstrakt, Regeln, Linguist, stetig, diskret, Grenzwert, Asymptote, Unendlichkeit, Traditionen, Felix Klein, Meraner Reform, Differenzialgleichungen, Differenzengleichungen, reelle Zahlen als Kontinuum, Modell, Wahlverfahren, Religion, relativieren, Podcast: Modellansatz, Liebherr Kranmobile, Politik, paritätische Besetzung von Lehrplankomissionen, Fermats Großer Satz,  Andrew Wiles, Zahlentheorie, Rindler, Gödel, Beweisbarkeit, Mathematische Logik, Ergodentheorie, Differenzialgleichungen, Kombinatorik, Biomathematik, Finanzmathematik, Drittmitteleinwerbung, Öffentlichkeit, Presseabteilung, Kooperationsschulen, Didaktische Schulen, Wien, Klagenfurt, Schulbücher, Götz Reichel, Bürger Fischer Malle, Lechner Dorfmayr, Standardisierte kompetenzorientierte  Reifeprüfung, BIFIE, Didaktisches Konzept, Grundkompetenz, Aufgaben, Geld, Co-Autoren, Pisa, Deutschlandfunk “Pisa Plus”, IMST, Datensicherheit, Kommunikationsproblem, Prüfungs- und Unterrichtsbeispiele, Schwerpunkte setzen, systemische Therapie, Zusammenarbeit von Lehrer/innen, Selektion, Ressourcen der Gesellschaft, Nachmittagsangebote, Defizite, Wettbewerbe, Sprache: rechnen, argumentieren, begründen, interpretieren, darstellen, modellbilden, Bildungsstandards, Interlokutor, Technologieeinsatz, Geogebra, Wolfram Alpha, programmierbare Taschenrechner, soziale Komponente, auf- und abrüsten, Assessment, Eigenschaften eines Dreiecks, Geometrie, Origami und Mathematik, Kompetenz, Distraktoren, mehr Stellen, Lehre an der Universität,

Gesprächspartner: Stefan Götz, Fakultät für Mathematik der Universität Wien

Das Gespräch wurde am 20.03.2014 aufgezeichnet. Ausschnitte daraus werden in der Radiosendung “Sprache der Bildung” (Moment Leben heute) am 6. Mai 2014 im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt.

LUT018 – Kraftwerk Anerkennung

lut018Menschen fangen ihren Job an wegen mehr Geld, sie verlassen ihn aber wegen mehr Anerkennung.

Anerkennung ist mehr als Lob, sondern beinhaltet auch Wertschätzung. Patrick Killmeyer und Philipp Sackl haben herausgefunden, dass es im Schnitt 75 Tage dauert, bis ein österreichischer Chef diese Wertschätzung auch ausspricht. Das geht doch besser.

Fehlende Anerkennung ist stattfindende Ausgrenzung. “Nicht geschimpft ist gelobt genug”, lautet ein österreichisches Sprichwort. Eine ausgefeiltere Anerkennung beinhaltet:

1) Was ist die Stärke
2) In welcher Situation ist mir das aufgefallen
3) Wovon profitiere ich

“Anerkennung” ist dabei ein Wort mit sprechenden Teilen. Kennen: Ich muss den anderen Menschen kennen. Erkennen. Genauer hinschauen. An. Ich will es ihm sagen. Dabei gilt: “Wie man in den Wald hineinruft, umso deutlicher hallt es zurück.”

Gesprächspartner: Patrick Killmeyer und Philipp Sackl
Kraftwerk Anerkennung

Aufnahmedatum: 28. Februar 2014. Ausschnitte dieses Gespräches werden in der Ö1 Raidosendung “Moment – Leben Heute” zum Thema “Anerkennung am Arbeitsplatz” am 13. März ausgestrahlt.

Stichworte: Anerkennung | Recognition | Appraisal | Lob | Ausgrenzung | Transaktionsanalyse | Strokes | Dale Carnegy | Kraftwerk Anerkennung | Wertschätzungsmissionar | Zielkonflikt | Zielvereinbarung | Behance Network Portfolios | Innere Kündigung | Magenverkleinerung | Naturalistischer Fehlschluss | Eric Berne | CG Jung | Leadership | Verantwortung | Fields-Medaille | Nobelpreis | Gesundheitliche Auswirkungen

LUT017 – Direktor werden

lut017“Mir ist die Schwere des Alltags in Österreich mehr bewusst gewesen als in São Paulo, obwohl in São Paulo das Leben härter war, als da.”

Kraftwerke bauen, Netzwerke planen, Geschichte studieren, im Bildungszentrum einer brasilianischen Favela arbeiten, als Administrator an einem Abendgymnasium – und seit 2013 ist Gottfried Ellmauer Direktor eines Wiener Gymnasiums.

Gottfried erzählt, wie das alles zusammengeht. Sein persönlicher Zugang, sein Hintergrund, die Wege zum Direktor. Interessant für jeden, der gerne erzählten Lebenswegen zuhört, oder für jemanden, der ebenfalls Direktor werden will. Es sind Erfahrungen aus “erstem Mund.”

Seine Methode: “Ich lege Eisen ins Feuer und schmiede sie, ich weiß, dass ich nichts über’s Knie brechen kann, und wenn es passt, gehen sehr viele Dinge von selbst. Es braucht dazu eine ‘Idee von Schule’, und ich muss wissen, wohin ich will.” Entscheidungen müssen begründet, aber nicht unbedingt gerechtfertigt werden.

Der Gewinn kommt aus der pädagogischen Arbeit – nicht unbedingt vom Gehalt. “Ich gehe gerne in die Schule”, sollen Schüler sagen, “das ist das Ziel.”

Es wäre gut, sagt er, zwischen der Person und dem Amt zu unterscheiden.

Gesprächspartner: Gottfried Ellmauer, BRGORG15, Wien

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